Ode an die Erde

klippo

Erde, anmutige Mutter,

Friedlich ruhst du in einem Meer aus Sternen

Und hüllst dich in den schwarzen Samt

Des Kosmos.


 

In deinen Augen aus Quarz

Spiegelt sich

Die Reinheit und Schönheit der Welt,

Während sich dein kristallenes Blut

Durch basaltenes Adergeflecht wälzt

Und in Ozeanen sammelt,

Wo Fisch- und Vogelschreie sich mit dem

Gesang deines Herzschlages mischen.


 

Gütig und sanft bist du,

Doch tief in dir, fast vergessen,

Schwelt ein feuriger Kelch,

Der – einmal durch Unachtsamkeit gereizt -

Zu Temperament erwächst

Und seine archaische Wut ausschüttet.

Sie wird deine Kinder gewaltsam treffen,

Sie töten und vernichten

Bis sich ihre gekrümmten Seelen für immer

Von deinem Antlitz verflüchtigt haben.


 

Dann werden sie begreifen,

Was sie dir,

Ihrer Mutter,

Angetan haben.