Eskalation, Eskalation!
tina„Eskalation!“ rief der Schaffner in die Nacht,
vor Schreck sind alle aufgewacht.
Auch ich öffnete die Waggontür,
der Boden tanzte unter mir.
Ich spitzte mein Ohr so scharf es ging,
während ich halb aus dem Abteil hing.
Die fette Schrulle von nebenan,
der Ohnmacht nah, hielt sie sich an,
an einen hagren Kerl der Bourgeoisie,
ihr Gewicht zwang ihn beinah in die Knie.
Zuckend vor Schreck fing mein Blick an zu kranken,
der Boden voll Blut – ich fühlte mich wanken.
Die Koffer, von arabesken Mustern gesäumt,
schlitternd auf Rot – ich dachte, mir träumt.
Da merkte ich, wie alle glotzten,
und ihrer Angst mit Blicken trotzten,
ich gaffte zurück, verstand ich doch nicht,
worin der Sinn lag, in dieser Geschicht.
Auf meiner Zunge schmeckte ich Metall,
dann wich es einem zuckrigen Knall.
Die Blätter rauschten kalt im Wind,
der Zug flog weiter, ganz geschwind.
Flackernd Rot, war was ich sah,
mir wurde gleichsam sonderbar,
da fiel es mir wie Schuppen von den Augen:
ich war ja tot, nur mocht ichs nicht glauben.